Geschichte

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Die Anfänge des Vereins

Die Feuerwehr Amerbach, Bezirk Nördlingen, Kreis Schwaben, wurde am 20. August 1892 gegründet in Amerbach. Da in der ganzen Umgebung schon Feuerwehrvereine bestanden, so machte sich auch in hiesiger Gemeinde der Wunsch geltend, eine Freiwillige Feuerwehr in´s Leben zu rufen. Dem damaligen Bürgermeister Alban Maier ist es zu danken, dass dieser Wunsch zur Ausführung kam. Seinem Beispiel folgten weitere 23 Herren (siehe Gründungsmitglieder).

Am 20. August 1892 wurde die Freiwillige Feuerwehr definitiv gegründet. Vorstand wurde Andreas Kiehnlein und Hauptmann Johann Rauwolf, der 1898 wieder austrat. An dessen Stelle trat nun Zimmermeister Andreas Trollmann bis 1910. Zur Montierung leistete die Gemeinde einen Zuschuss von 300 Mark; die Versicherungsgesellschaft „Helvetia“ einen Beitrag von 35 Mark. 1893 wurde eine neue Saug – und Druckspritze bei Magirus in Ulm um den Preis von 1450 Mark angeschafft. Zu dieser Zeit gab die „Münchner-Achener Mobiliarversicherungsanstalt“ einen Zuschuss von 600 Mark. Am 8. Oktober 1893 hatte die Feuerwehr das erste Mal in hiesiger Gemeinde in Aktion zu treten, denn an dem Abend stand die Scheune des Bauern Johann Trollmann in hellen Flammen. Das Feuer wurde von Walburga Götz gelegt. Dieses Mädchen hatte Trollmann aus Barmherzigkeit großgezogen und erhielt dafür diesen Judaslohn. Bei diesem Brande trat der Nutzen einer tüchtig geschulten Feuerwehr zu Tage. Auch die neue Löschmaschine funktionierte vorzüglich. Bei diesem Brand waren die Wehren von Wemding, Laub, Wechingen, Trendl und Megesheim erschienen.

Gründungsmitglieder

Alban Maier Bürgermeister, Andreas Kiehnlein HsNr. 21, Johann Rauwolf HsNr. 13, Johann Trollmann HsNr. 46, Andreas Trollmann HsNr. 61, Josef Uhl HsNr. 1, Johann Hönle HsNr. 39, Alban Fackler HsNr. 45, Sebastian Mayer HsNr. 20, Johann Fischer HsNr. 59, Johann Xalter HsNr. 26, Johann Fischer jun. HsNr. 6, Josef Dietrich Kreuth, Alois Wenger HsNr. 23, Johann Trollmann HsNr. 19, Josef Mayer HsNr. 20, Josef Seefreid HsNr. 55, Franz Xaver Hönle HsNr. 50, Andreas Osterrieder HsNr. 24, Josef Trollmann HsNr. 54, Blasius Miehlich HsNr. 57, Josef Fischer HsNr. 6, Dionys Maier HsNr. 16, Johann Uhl HsNr. 1

Vorstände und Kommandanten seit 1892

Auch wenn es sicherlich nicht immer einfach war, die Feuerwehr zu leiten, so fanden sich dennoch stets tüchtige Männer, die bereit waren die Führung des Vereins in die Hand zu nehmen.

Vorstände

  • 1892 – 1924 Kiehnlein Andreas
  • 1924 – 1929 Fackler Alban
  • 1929 – 1936 Mayer Andreas
  • 2012 – 2018 Strauß Karl
  • seit 2018 Schneid Michael

Kommandanten (ab 1936 bis 2012 gleichzeitig Vorstand)

  • 1892 – 1898 Rauwolf Johann
  • 1898 – 1910 Trollmann Andreas
  • 1910 – 1924 Fackler Alban
  • 1924 – 1929 Mayer Andreas
  • 1929 – 1936 Fackler Theodor
  • 1936 – 1946 Osterrieder Theodor
  • 1947 – 1956 Maier Gregor
  • 1957 – 1963 Osterrieder Theodor jun.
  • 1963 – 1967 Wager Isidor
  • 1967 – 1972 Fischer Erwin
  • 1972 – 1994 Hönle Willi
  • 1994 - 2006 Maier Otto
  • 2006 - 2012 Strauß Karl
  • seit 2012 Hönle Michael

Vereinsfahne

Im Herbst 1900 wurde man einig, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Diese wurde teils durch freiwillige Gaben und teils durch den Verein bezahlt. Am 6. August 1901 fand die Fahnenweihe statt. Zu dieser Feier waren erschienen, die Wehren von Wemding (als Patenverein), Wolferstadt, Fünfstetten, Gosheim, Huisheim, Oettingen, Hainsfarth, Wechingen, Laub, Trendl, Schwörsheim, Polsingen, Ursheim, Megesheim und Holzkirchen. Nach der kirchlichen Weihe und einer anschließenden Festrede durch den Lehrer Schwarz, wurde die Fahne dem Fahnenjunker Alban Fackler, welcher in herrlichen Worten gelobte der Fahne treu zu bleiben, übergeben. Nachdem Fahnenjunker Alban Fackler sich bald verehelichte, folgte ihm Otto Maier, hierauf Andreas Wager, dann Johann Hönle und 1907 Josef Strauss.

Feuerwehrgerätehaus

Grundsteinlegung: 28.10.1978
Fertigstellung und Einweihung: 1981
Renovierung: 2005

1978 wurde der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrauto laut, jedoch wäre eine dementsprechende Einstellmöglichkeit dann von dringender Notwendigkeit. So kam es nach mehreren Verhandlungen am 28.10.1978 zur Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrgerätehauses. Als Standort wurde das Gelände Bichelweg 1 gewählt, wo man erst mit den Abbrucharbeiten des früheren Kindergartens begann. Mit einem Aufwand von über 5000 Arbeitsstunden Eigenleistung konnte das neue Heim der Amerbacher Feuerwehr im Jahre 1981 fertiggestellt werden. Neben einer Fahrzeughalle beherbergt es einen großen und kleinen Versammlungsraum, eine Küche, ein Büro, sowie zwei Toiletten und einen Waschraum.

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